Heute ist Welttag des Stotterns

Interview „Stottern ist keine Krankheit“ mit Anja Frey

Die Cannstatterin Anja Frey ist Stotterin und Ansprechpartnerin für Eltern stotternder Kinder in der Stotterselbshilfegruppe in Stuttgart, Im Gespräch mit Ariane Willikonsky erzählt sie worauf man im Gespräch mit Menschen die stottern achten sollte.

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Wer stottert ist nicht allein!

Stottern ist sehr individuell, denn kein Mensch stottert wie ein anderer. So ist Stottern zwar einzigartig, aber durchaus nicht selten. Ein Prozent aller Menschen stottert – in Deutschland sind das über 800.000!

Was ist stottern eigentlich? (Quelle: Bundesvereinigung (BVSS) 

Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen. In diesem Moment weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, er kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen. Stottern kann je nach Gefühlslage und Verfassung des betroffenen Menschen zwar schwanken, ist jedoch eine körperliche bedingte Sprechbehinderung .

Häufig entwickeln Stotternde so genannte sekundäre Symptome (Begleitsymptome), wie auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen beim Sprechen. Häufig werden auch Ängste vor Sprechsituationen entwickelt.

Betroffene reagieren auf das eigene Stottern oft mit einem Vermeidungsverhalten oder der Taktik des Verschleierns. Beim Erstgenannten wird das Sprechen an sich weitgehend gemieden, was bis zu einem totalen gesellschaftlichen Rückzug führen kann. Beim Verschleiern werden zum Beispiel Füllwörter genutzt, um das Stottern zu umgehen. Oftmals werden während des Sprechens auch blitzschnell „schwierige“ Wörter gegen andere Begriffe getauscht, damit der Gesprächspartner das Stottern nicht bemerkt.

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