Entwicklungsförderung im Alltag

Entwicklungsförderung geschieht im Idealfall einfach nebenbei. Wichtig ist hierfür, dass Sie Ihr Kind in Alltagstätigkeiten einbeziehen 

Am Beispiel der Alltagshandlung „Plätzchen backen“ möchten wir Ihnen aufzeigen wie wertvoll es für Ihr Kind und seine Entwicklung ist, wenn es mit backen darf.

Planen und einkaufen

Lesen: ich lese das Rezept laut vor
Schreiben: Ich schreibe/ male die Zutaten die ich brauche auf einen Zettel
Orientierung: Ich gehe in den Supermarkt und kaufe ein. Wo finde ich was?
Visuelle Wahrnehmung: Ich muss sehr genau schauen um die vielen Zutaten zu finden.
Gedächtnis: Ich versuche zunächst aus dem Kopf alles in den Wagen zu legen.
Grobmotorik/Koordination: Ich schiebe den Einkaufswagen durch die Reihen und packe die Waren in meinen Wagen.
Wortschatz: Ich habe neue Wörter geleert, z.B. „Nelken“ und „Vanillezucker“.
Fehlerkontrolle: Habe ich alles was ich brauche?
Rechnen: Nun bezahlte ich. Ich habe 10 Euro. Die Backzutaten kosten € 8,60. Was bekomme ich zurück?
Feinmotorik: Ich stecke die Geldstücke vorne in den Beutel. Die Scheine kommen nach hinten.
Kommunikation: Dankeschön. Tschüß 🙂

Den Teig machen

Lesen: Ich lese das Rezept noch einmal.
Handlungsplanung: Was brauche ich alles? Was machen ich nun als erstes? Was danach?
Motorik: Ich lege alles für den Teig auf den Tisch: Zucker, Mehl, Eier und Butter und stelle hin, was ich brauche: eine Rührschüssel, ein Wellholz.
Visuelle Wahrnehmung: Ich suche mir die allerschönsten Ausstecherförmchen raus.
Mengenverständnis: Ich muss 200g Butter und 300g Mehl abwiegen. Ich brauche 3 Eier
Kraftdosierung: Eier so aufzuschlagen, dass keine Schale in die Schüssel fällt, ist nicht leicht.
Feinmotorik: Ich muss die Päcken aufreißen und vorsichtig alles in die Schüssel geben. Nun schalte ich das Rührgerät ein und rühre den Teig. Den fertigen Teig knete ich noch einmal kräftig durch, wickle ihn ein und stelle ihn in den Kühlschrank.
Grobmotorik: Ich knete den Teig noch einmal durch und rolle ihn mit dem Wellholz aus.

Plätzchen backen

Auge-Hand-Koordination und Hand-Hand-Koordination: Eier zu trennen ist wirklich schwierig.
Feinmotorik: Nun steche ich die Plätzchen aus´, bepinsele sie mit Eigelb und streue bunte Streusel darauf-
Visuelle Wahrnehmung: Ich achte darauf, dass nicht so viel Teig am Rand übrig bleibt und die Streusel auch auf den Plätzchen und nicht daneben landen. Ich lege die Plätzchen so auf das Blech, dass möglichst viele drauf passen.
Konzentration: Da muss man ganz schön aufpassen.
Achtsamkeit: Der Ofen ist heiß. Ich schiebe das Blech ganz vorsichtig in den Ofen.
Geduld: Ich warte bis die Plätzchen ein leicht braune Farbe haben.

Plätzchen genießen

Olfaktorische Wahrnehmung: Oh, wie das aus dem Ofen duftet!
Motorik: Ich hole die Plätzchen aus dem Ofen und lege sie auf einen Teller
Selbständigkeit: Ich habe alles alleine gemacht. Schmecken die Plätzchen deshalb so lecker?
Motivation: Wenn ich etwas selber mache, macht mir das so viel Spaß!!!
Gustatorische Wahrnehmung: Die Plätzchen sind ja soooooo lecker!!!

Wir beraten Sie gerne bei der Entwicklung und Förderung Ihrer Kinder

Ariane Willikonsky, Dipl. Sprecherzieherin und Sprechtehrapeutin

Patricia Köper, Ergotherapeutin, Linkshänderberaterin und Outdoortherapeutin

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