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Patricia Willikonsky-Köper stellte heute beim medizinisch-psychosozialen Regionaltreffen in Stuttgart Möhringen den Kollegen die Neurofeedback-Therapie vor.

 

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback gibt uns die Möglichkeit unbewusste Nervenaktivität optisch darzustellen und diese dadurch bewusst zu steuern. Beim Neurofeedback werden Elektroden am Kopf angesetzt. Diese zeichnen die Hirnaktivität während der Übung auf.

Bewusste Veränderungen, wie zum Beispiel Anspannung zeigt sich z.B. in einem Ansteigen der Kurve. Der Proband kann dies sehen und versucht bewusst die Steuerung zu übernehmen. Neben abstrakten Kurven ist dies auch mit Filmen möglich, die stoppen, wenn der Proband sich nicht ausreichend fokussiert oder motorische Unruhe zeigt.

Wann macht Neurofeedback Sinn?Neurofeedback hilft u.a. bei Störungen, die auf Verspannungen beruhen, wie zum Beispiel bei Rückenschmerzen oder Migräne.

Große Erfolge konnten auch bei AD(H)S nachgewiesen werden. Studien ergaben, dass durch Neurofeedback eine notwendige Medikamentengabe reduziert oder gar verhindert werden kann.

Wie läuft eine Neurofeedback-Therapie ab?

Begonnen wird mit einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik sowie einer Einführung in die Neurofeedbacktherapie. Die eigentliche Behandlung dauert zwischen 20 und 50 Einheiten á 45 Minuten. Bei Kindern ist es sinnvoll parallel Ergotherapie durchzuführen, um den Alltagstransfer zu erleichtern.

Neurofeedback – Praxis

Die Elektroden werden am Kopf angesetzt. Der Proband bekommt Aufgaben, z.B. soll er einen Film durch fokussierte Aufmerksamkeit am Laufen halten, der sofort stoppt, wenn der Proband mit den Gedanken abschweift oder sich verspannt etc. Dieses direkte Feedback führt dazu, dass der Proband durch klassisches Konditionieren lernt, seine Gedanken zu steuern, motorische Unruhen bewusst abzubauen und sich so fokussierter im Alltag einer Aufgabe zu widmen. Impulsives Verhalten oder Aggressivität kann dadurch ebenso vermindert werden, wie verträumtes Abschweifen der Gedanken.

Die Kosten für die Neurofeedbackbehandlung werden, bei Verordnung durch den Arzt, im Rahmen einer ergotherapeutischen Behandlung von der Krankenkasse übernommen.