Blutdrucksenkende Medikamente können zu Stimmproblemen führen

Blutdrucksenker, ACE-Hemmer, wie zum Beispiel das Medikament Rampiril oder Delix, können zu einer Austrocknung der Schleimheute führen. Die betroffenen Patienten spüren ein permanentes Kratzen im Hals und einen häufig auftretenden Hustenreiz, sogar bereits beim Trinken eines Schlucks Wassers und nachts beim Schlafen. Stimmliche Belastung im Alltag verstärkt die Symptome. Das Problem besteht, selbst wenn der HNO-Arzt reizlose Stimmbänder und Logopäden einen einwandfreien Stimmgebrauch attestieren.

Lösungsansätze:

Ein Ausprobieren eines anderen ACE-Hemmers bringt nichts, da der Wirkstoff der gleiche ist und sich die Symptome dadurch nicht reduzieren. Eine medikamentöse Alternative sind AT1-Blocker (Sartane). Allerdings sind diese noch nicht so lange auf dem Markt wie ACE-Hemmer und deutlich teurer. Leichte Linderung erfährt man durch das Lutschen von Kräuterbonbons oder Halspastillen, wie z.B. Ipalat. Zudem sollte man auf Stimmhygiene achten. Hierzu zählen das tägliche sanfte Summen am Morgen, viel Trinken und die Luftbefeuchtung, insbesondere während der Heizperiode.