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Eine Rede ohne Pult ist immer lebendiger und persönlicher, denn das Pult ist eine Barriere, die den Redner vom Publikum trennt. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig hinter einem Pult zu sprechen, z.B. wenn der Redner die Rede ablesen muss. Natürlich ist es schöner frei zu sprechen, doch manche Reden müssen abgelesen werden, z.B. in der Politik aufgrund mangelnder Zeit oder aufgrund besonders hoher Brisanz. Zudem erfordern es manchmal die technischen Umstände, z.B. wenn das Mikrofon fest am Pult montiert ist, dass ein Redner nicht auf das Pult verzichten kann. Hier ein paar Tipps, wie Sie die Herausforderung „Reden hinter dem Pult“ optimal meistern können.

Wann ist das Reden hinter dem Pult sinnvoll?

  • wenn die Rede abgelesen werden muss
  • wenn das Mikrofon fest am Pult montiert ist und es kein freies Mikrofon gibt
  • in sehr offiziellem Rahmen, z.B. bei einer Festansprache

Was muss ich beim Reden hinter dem Pult beachten?

  • lehen Sie sich nicht auf das Pult
  • legen Sie die Hände nicht die ganze Zeit auf dem Pult ab
  • achten Sie darauf, dass Sie so weit vom Pult entfernt sind, dass Sie Gestik verwenden können
  • sollte das Pult verstellbar sein, achten Sie auf eine optimale Lesehöhe
  • beugen Sie sich nicht nach unten zum Mikrofon, sondern stimmen Sie die Technik so ab, dass Sie aufrecht blieben können.

Was muss ich beim Ablesen einer Rede beachten?

  • lesen Sie nur den Inhalt ab und formulieren Sie den Einstieg und den Redeausstieg frei
  • begrüßen Sie das Publikum ohne dabei auf das Blatt zu gucken
  • auch das Thema, die Kernaussagen und den Abschluss sollten Sie frei sprechen
  • nehmen Sie die Blätter nur zum Umdrehen in die Hand, nicht zum Lesen
  • achten Sie auf eine angenehm Schriftgröße, sodass Sie lesen können ohne sich dem Blatt zu nähern.

Mehr Infos dazu finden Sie in diesem Videobeitrag.

Den nächsten Termin für unser Seminar „Reden halten und präsentieren“ finden Sie hier.

Ariane Willikonsky, Kommunikationstrainerin, Dipl. Sprecherzieherin und Sprechtherapeutin

Ariane Willikonsky hat an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart Sprecherziehung studiert und 1999 das Studium zur Dipl. Sprecherzieherin und Sprecherin abgeschlossen. Im Anschluss daran war sie jahrelang als Dozentin für Sprecherziehung und Stimmbildung an der Logopädieschule und Schauspielakademie tätig, sowie im Fernsehen für die Ausbildung von Nachrichtensprechern zuständig. 2003 eröffnete sie das FON Institut für Sprache und Stimme, wofür sie 2008 den Landespreis bekam und das sie auch heute noch leitet. Ariane Willikonsky ist Autorin zahlreicher Fachbücher rund um das Thema Kommunikation und seit über 20 Jahren als Kommunikationsrainerin tätig. 2016 wurde sie zur „Trainerin des Jahres“ gekürt. Zu ihren Klienten gehören namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness, darunter der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, mehrere Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister sowie Entscheidungsträger und Top-Führungskräfte aus der Wirtschaft.