Dysphagie/ Schluckstörung

Organische, funktionelle oder psychische Störung des Schluckens
Eine Schluckstörung ist für den Patienten lebensbedrohlich. Zudem mindern Probleme des Schluckens die Lebensqualität der Betroffenen massiv. Schluckstörungen sollten daher möglichst schnell diagnostiziert und behandelt werden.

Ablauf einer Dysphagietherapie/ Schlucktherapie bei uns im Fon Institut

Zunächst erfolgt ein ausführliches Beratungs- und Anamnesegespräch mit dem Patienten, seinen Angehörigen, sowie eventuell des Pflegepersonals etc. Dann wird eine Beobachtung und Untersuchung der am Schlucken beteiligten Strukturen während eines sog. therapeutischen Essens und Trinkens durchgeführt. Auf dieser Basis und in Absprache mit den behandelnden Ärzten und Pflegern wird im Anschluss an die Untersuchungsergebnisse die Nahrung bezüglich ihrer Konsistenz und Dareichungsform an die Probleme des Patienten angepasst. Eine ausführliche Beratung (z.B. Körperhaltung beim Essen, Nahrungsanpassung, ein angepasstes Esstempo etc.) kann eventuell schon einen Großteil der Probleme lösen. In vielen Fällen ist jedoch ein intensives und hochfrequentes Üben notwendig um dem Patienten eine normale Nahrungsaufnahme wieder zu ermöglichen. In Gesellschaft mit Lust Essen und Trinken zu können bedeutet Lebensqualität. Wir unterstützen unsere Patienten dabei diese Fähigkeit zu erhalten, bzw. so gut wie möglich wiederzugewinnen.

Was ist eine Dysphagie?

Als Dysphagie bezeichnet man eine Störung des Schluckens. Sie kann beim Trinken, Essen und sogar beim Schlucken des Speichels auftreten. Dysphagien stellen ein hohes Gesundheitsrisiko im Alter dar, sda sie zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen führen können. Zudem führen Dysphagien zu einem Verlust an Lebensfreude, da das Essen und Trinken gerade im Alter für den Tagesablauf und die Geselligkeit eine große Rolle spielt.

Das Schlucken erfordert eine sehr fein abgestimmte Koordination verschiedener Muskelgruppen. Für die Steuerung des Schluckaktes sind verschiedene Zentren im Gehirn verantwortlich.

Schluckstörungen können daher sowohl durch muskuläre Probleme entstehen, als auch durch Verletzungen im Gehirn, z.B. durch einen Schlaganfall.

 

Symptome einer Dysphagie

  • Häufiges Verschlucken, u.a. mit Husten während (oder nach) des Essens
  • Hypersalivation, Sabbern
  • Essen/Trinken bleibt im Mund
  • Ruckartiges, abruptes Schlucken („Essen geht nicht runter“)
  • Heisere (nasse) Stimme
  • Kloßgefühl (Frosch im Hals)
  • Schmerzen beim Schlucken

Folgen einer Dysphagie

  • Flüssigkeitsmangel (Austrocknen)
  • Mangelernährung 
  • Psycho-soziale Folgen (Scham, Rückzug)
  • Verlust an Lebensqualität (Tagesplanung)
  • Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) 
  • Soziale Isolation

Folgende Lebensmittel sollten Sie bei einer Dysphagie/ Schluckstörung vermeiden

  • gemischte Konsistenzen: z.B. Schokolade mit Zusätzen (Nüsse, Rosinen, Kokosflocken, flüssiger Alkohol, Knusperflocken, etc.), Saft mit Fruchtfleisch
  • homogene, breiige Speisen wie Eis, Joghurt, Quark, Pudding, Käse oder Wurst, die stückige Zusätze (z.B. Nüsse, Körner, Pilze usw.) enthalten, Stollen, u. ä. Gebäck, Saucen mit groben Einlagen (saure Gurken, Zwiebeln, Pfefferkörner)
  • grobe Vollkornprodukte
  • schwer zu einem Bonus (Klumpen) formbare Lebensmittel: z.B. Reis (außer Brei); Graupen; Rohkostsalat; unzerkleinerter roher Schinken; Pilze; frische Kräuter
  • krümelige Lebensmittel: z.B. Salzgebäck; Fleisch, Fisch oder Käse paniert; Schaumzucker mit Zuckerkruste; Gummitiere, Plätzchen; Knäckebrot
  • Lebensmittel mit einen hohen Anteil Säureanteil: z.B. rohe Mandarinen oder Apfelsinen, Himbeeren, Kirschen, Stachelbeeren oder Johannisbeeren, natürlicher roter Saft pur; roter Tee (Hibiskus, Hagebutte), starke saure Saucen, saure Gummitierchen etc. Magerquark
  • schleimige oder Schleim bildende Lebensmittel: z.B. dicke Haferflockensuppe, Milch, Vollmilchschokolade
  • kohlensäurehaltige Getränke

FON Praxis – Ihre Ansprechpartner am Telefon und vor Ort

Vanessa Willikonsky

Birgit Gnabry, FON Institut Stuttgart Ost

Ute de Waard, FON Institut Bad Cannstatt

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