Ergotherapie - Informationen

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie ist therapeutische Hilfe zur Selbsthilfe. Primäres Ziel der Ergotherapie ist es, die Menschen dabei zu unterstützen ihren Alltag (Kindergarten, Schule, Arbeitsplatz, häusliches Umfeld) selbständig und gut zu bewältigen. Die Ergotherapie umfasst dabei die Arbeitsfelder Pädiatrie, Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie, Arbeitstherapie und Geriatrie.

Ergotherapeuten können z.B. in folgenden Bereichen Unterstützung gegeben: Verbesserung der Feinmotorik durch Umgang mit Stiften (Grafomotorik, Schreiben) und handwerklichen Materialien (Holz, Peddigrohr, Papier/ Pappe, Ton/ Knete/ Salzteig, Farben), ganzkörperliche Bewegungsförderung (z.B. mit Bällen, Trampolin, Schaukel, Hängematte, Sprossenwand, Rutsche, Springseile etc.), Gangschule zur Sturzprävention, Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining, Gedächtnistraining. Hilfe beim Waschen und Anziehen, Essen, Einkaufen etc, Unterstützung beim Arbeiten am PC etc.

In die Arbeit wird das gesamte soziale Umfeld einbezogen. Alle Patienten erhalten von uns regelmäßig Übungsaufgaben für zu Hause. Es erfolgt eine intensive Eltern- und Angehörigenberatung sowie eine enge Zusammenarbeit mit Kindergärten, Schulen, Ärzte und andere Therapeuten etc.

Wem kann Ergotherapie helfen?

Pädiatrie

Kindern mit Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, ADHS, kognitive Störungen, motorische Defizite, körperlich und geistige Behinderte (z.B. Kinder mit Down-Syndrom, Autismus, Cerebralparese/ meist mit Lähmungserscheinungen), Lese-Rechtschreibschwäche.

Geriatrie

Älteren Menschen mit Alltagsschwierigkeiten z.B. beim Laufen, Essen, Haushalt sowie bei der Körperpflege oder beim Anziehen.

Orthopädie

Patienten mit Verletzungen des Bewegungsapparates (v. a. obere Extremität): Sehnen-, Muskel-, Knochenverletzungen.

Neurologie

Schlaganfallpatienten mit Halbseitenlähmung, Selbsterfahrung: mit einer Hand Flasche öffnen/ schließen und einschenken (Rechtshänder mit links und umgekehrt) Tumorpatienten, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson (Schüttel-/ Zitterlähmung), Multiple Sklerose (entzündliche Erkrankung des Nervensystems) Patienten mit Demenz, Alzheimer.

Psychiatrie

Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Schizophrenie, Essstörungen, Abhängigkeit, Zwangsstörungen.

Welche Symptome werden in der Ergotherapie behandelt?

  • Wahrnehmungsstörungen (visuell, auditiv, taktil, Körperw.)
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen 
  • Merkfähigkeit und Gedächtnis (Kurz-, Langzeitgedächtnis)
  • eingeschränkte Handlungsplanung (vorausschauendes Denken, Einhalten von Arbeitsschritten, Selbstkontrolle; wird u.a. durch handwerkliche Tätigkeiten gefördert)
  • Schwierigkeiten in der Orientierung (zeitlich, persönlich, situativ) 
  • motorische Defizite – Fein-, Graphomotorik (Greiffunktionen, Schreiben etc.)
  • Grobmotorik, hierzu gehören Schwierigkeiten in der Koordination, Gleichgewicht, Körperstabilität, Tonusregulierung, Kraftdosierung, Reaktionsvermögen, Greiffunktionen, Körperspannung, Körperhaltung (führt z.B. zu einer erhöhten Sturzgefahr) 
  • verminderte soziale Kompetenzen (aggressives, schüchternes, unangepasstes Verhalten), geringes Selbstbewusstsein, mangelnder Eigenantrieb
  • Einhaltung von gegebenen Strukturen und Regeln
  • geringe Ausdauer (sowohl Konzentration, als auch motorisch)

FON Praxis – Ihre Ansprechpartner am Telefon und vor Ort

Vanessa Willikonsky

Birgit Gnabry, FON Institut Stuttgart Ost

Ute de Waard, FON Institut Bad Cannstatt

Andrea Fahrion, FON Institut S-Degerloch

Tel: 0711-88 26 888
Mail: info@foninstitut.de