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Willikonsky
 
Stuttgart
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Elternberatung zur kindlichen Entwicklung
Bewegung und Koordination

Tabelle der motorischen Entwicklung und Bewegungsförderung
nach Ariane Willikonsky

 

Alter

Motorische Entwicklung

Bewegungsförderung

0-3
Monate

Das Baby kann sein Köpfchen halten

Wiegespiele

4-9
Monate

Das Baby lernt Krabbeln, Sitzen und Greifen

Hoppe-Reiter-Spiele

10-14
Monate

Das Baby lernt Stehen

An den Händen laufen

14-16
Monate

Das Babylernt die ersten Schritte

Versteckspiele

16-18
Monate

Das Kind kann vorwärts und rückwärst laufen.

Fangspiele

2 Jahre

Das Kind kann mit beiden Beinen hüpfen.

Auf den Spielplatz gehen, klettern, rutschen, balancieren etc.

3 Jahre

Das Kind läuft Treppen im Wechselschritt

Erste sportliche Aktivitäten

4 Jahre

Das Kind kann Roller fahren

Ausflüge, Wanderungen etc.

5 Jahre

Das Kind lernt schwimmen und fahrradfahren

Fahrradtouren machen, schwimmen gehen

 

Motorik und Sprache

Babys strampeln, um über ihnen hängendes Spielzeug zu erreichen oder zum Schwingen zu bringen. Durch Bewegungen nehmen Sie Kontakt mit der Umwelt auf. Kleine Kinder zeigen auf das, was sie haben möchten. Die Entwicklung der körperlichen Fähigkeiten ist die Basis für sprachliche und geistige Entwicklung. Bereits lange bevor ein Kind Worte oder Sätze spricht, kommuniziert es körperlich klare Botschaften. Das kleine Mädchen auf dem Bild oben beispielsweise, blickt gerade zu seiner Mutter und gibt ganz eindeutig zu verstehen: „Hilf mir bitte auf die Wippe“.

Bevor ein Kind einen Gegenstand benennen kann, muss es ihn angefasst haben. Greifen ist die Vorstufe von Begreifen, also auch eine wichtige Voraussetzung für das Sprachverständnis. Die sinnliche Wahrnehmung über Bewegung eröffnet Kindern den Zugang zur Welt. Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen über Wahrnehmung und Bewegung. Daher darf auch die Bewegung im Alltag des Kindes nicht zu kurz kommen. Nicht unbedingt ist dafür ein Sportverein nötig, auch gemeinsames Versteckspielen im Wald, oder Fangen auf der Wiese, fördert Bewegung und Kommunikation. Dass es einen engen Zusammenhang zwischen Bewegung und Sprache gibt, merken wir auch im Alltag. Probieren Sie einmal etwas Wichtiges zu sagen, ohne den Körper dabei einzusetzen. Stimme, Sprechen und Körper sind eine Einheit und körperliche Trägheit führt daher häufig auch zu sprachlicher Verarmung. Wer den ganzen Tag auf dem Sofa hockt wird zudem unweigerlich häufiger den Fernseher anstellen oder den Gameboy zur Hand nehmen. Beim Spielen im Freien oder auch im Sportverein ergeben sich hingegen zwangsläufig zahllose Kommunikationssituationen.

Sportangebote

Durch gut gewählte Sportaktivitäten, können motorische Schwächen, aber auch sprachliche Defizite reduziert und die Entwicklung in die richtige Richtung gefördert werden. So sind Gruppensportarten, wie Fußball oder Handball sehr gut geeignet offener und kommunikativer zu werden, Sportarten wie Fechten oder Turnen erhöhen die ganzkörperliche Grundspannung und unterstützen dadurch auch die Präzision der Artikulation. Sportarten, die ein hohes Maß an Koordination fördern, wie zum Beispiel das Eiskunstlaufen oder Tanzen, fördern die Konzentration und schulen das Rhythmusgefühl. Durch die häufige Überkreuzung der Körpermitte, wird hierbei zudem das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften unterstützt.

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