BEO-S Beobachtungsbogen zur Einschätzung der Sprachentwicklung

Geschrieben von am 24. Januar 2012 | Abgelegt unter sprachentwicklung

Der Beobachtungsboden BEO-S  ist ein Beobachtungsbogen zur Einschätzung sprachlicher Kompetenzen von Vorschulkindern.

Der BEO-S Beobachtungsbogen zur Einschätzung sprachlicher Kompetenzen wurde 2011 im FON Institut Stuttgart entwickelt und bei über 1000 Kindern erprobt und bis zur jetzt vorliegenden Fassung weiterentwickelt. Insgesamt trugen 21 Logopädinnen zur Optimierung des Untersuchungsbogens bei. Zudem wurde der Untersuchungsbogen bei der  Diagnostik von 121 Grundschülern einer Grundschule in Stuttgart Bad Cannstatt eingesetzt. Hier hatten die Erfahrungen der Lehrerinnen und Sprachhelfer entscheidenden Einfluss auf die Weiterentwicklung der Untersuchungsbereiche.

Im Gegensatz zu standardisierten Tests ist eine pädagogische Mitwirkung und Unterstützung seitens des Therapeuten möglich und sogar erwünscht. Die Bilder und Geschichten können und sollen als Sprechimpuls dienen sodass die Spontansprache und die dialogische Arbeit dem Tester weitere Aufschlüsse über die sprachlichen Kompetenzen des Kindes geben.

Zu Beginn steht ein freies Gespräch, das dem Kontaktaufbau dient, aber auch schon erste Hinweise liefert, die im Protokollbogen festgehalten werden. Erfahrungsgemäß eignen sich hierfür direkte Fragen, die in ein Gespräch übergehen können. Z.B. Bist du im Kindergarten? Was machst du denn da so am liebsten? etc. Nun wird eine Überleitung zu den ersten Testbildern gefunden, z.B. hast du ein Haustier?

Der BEO-Sprachbefund dauert selbst bei ausgiebigem Eingehen auf die Gedanken und Fragen des Kindes nicht länger als max. eine Therapieeinheit, ist einfach durchzuführen und ist sehr leicht auszuwerten. Er kann daher überall eingesetzt werden.

Beobachtungsinhalte

  1. Beschreibung und theoretische Einführung
  2. Befund mit Bildern und Fragen
  3. Protokollbogen

Beobachtungsbereiche

  1. Kommunikationsverhalten
  2. Wortschatz
  3. Nachsprechen
  4. Sprachverständnis
  5. Phonetik/ Phonologie
  6. Grammatik
    1. Artikel
    2. Plural
    3. Verben
    4. Präpositionen
    5. Satzbildung
    6. Erzählfähigkeit
Sie erhalten den BEO-S ab März 2012 im FON Fachbuchverlag. Vorbestellungen ab sofort unter 0711-69985188.

Selbstcoaching nach dem Bolsterlang-Konzept

Geschrieben von am 17. Dezember 2011 | Abgelegt unter Artikel Ariane Willikonsky

Das Bolsterlang Konzept ist eine Anleitung zur Selbstreflexion und Autokommunikation, die Sie nach einer Erarbeitungsphase von 5 Unterrichtseinheiten, im Idealfall täglich, zumindest aber regelmäßig selbständig durchführen.

„Der Weg ist das Ziel!“

„Der Weg ist das Ziel!“ Dieser Satz trifft auf das Bolsterlang-Konzept in ganz besonderem Maße zu. Hierbei geht neben dem Anliegen, in möglichst kurzer Zeit ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder eine bestimmte Krisensituation zu meistern, primär darum, kommunikative Strategien zu erlernen, die es Ihnen ermöglichen in allen Lebensbereichen und Situationen kontinuierlich einen Schritt nach dem anderen in die richtige Richtung zu gehen und somit einen langfristigen und dauerhaften Erfolg zu erzielen.

Mehr Infos unter www.coaching-bolsterlang.de

Was tun bei einer Erkältung? So kommen Sie gesund durch den Winter

Geschrieben von am 2. November 2011 | Abgelegt unter Tipps

  • Spaziergänge im Freien stärken die Abwehrkräfte.
  • Heiße Hühnersuppe wehrt Viren ab und wirkt entzündungshemmend.
  • Gurgeln mit Salbeitee wirkt desinfizierend, lässt die Schleimhaut abschwellen, tötet Keime und lindert Halsschmerzen.
  • Lindenblütentee ist schweißtreibend und fiebersenkend.
  • Beim ersten Kratzen im Hals, bei Fieber, Kopf oder Gliederschmerzen helfen Fußbäder (z.B. mit Senfmehl, Apotheke) und Erkältungsbäder (z.B. tetesept Pinimenthol oder Klosterfrau. Sie lindern Beschwerden und Muskelverspannungen.
  • Gegen eine verstopfte Nase helfen Nasenduschen. 1Gramm Salz in 0,1 Liter lauwarmen Wasser auflösen.

Ist Stottern heilbar?

Geschrieben von am 19. Oktober 2011 | Abgelegt unter Artikel Ariane Willikonsky

Welttag des Stotterns

Am 22.Oktober ist Welttag des Stotterns. Anlass mit aus meiner Sicht fatalen und für Stotterer oft deprimierenden Irrglauben aufzuräumen.

Stottern verliert sich bei Kindern häufig von selbst, aber Stottern ist nicht heilbar! Zahlreiche Therapeuten versprechen mit zum Teil abenteuerlichen Methoden eine rasche Heilung. Meine Erfahrung ist, dass diese Methoden meist nur kurzfristig Verbesserungen erzielen, langfristig in der Regel aber eher frustrieren.

Auch die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. schreibt auf ihrer Homepage „Seriöse Therapieangebote unterscheiden sich von unseriösen Angeboten darin, dass keine Heilung versprochen wird…“

Es kann daher kein Ziel sein, dass Stottern „abzutrainieren“. Viel wichtiger ist, das Stottern als Teil der Persönlichkeit anzunehmen und zu lernen damit gut umzugehen. Denn was durchaus erlernbar ist, ist eine gute Atem- und Sprechtechnik sowie ein gesundes Selbstbewusstsein. Eine Kombination daraus führt zu einer deutlichen Reduzierung und Abschwächung der Symptome.

Stotterer können lernen, Blocks (komplettes Hängenbleiben) durch lockeres Wiederholen von Silben zu ersetzen und durch eine gute Atemtechnik in Vortragssituationen o.ä. flüssiger zu sprechen. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden, denn nicht jeder Ansatz ist für jeden Stotterer geeignet. Wichtig ist, Geduld mitzubringen. Ein echtes Stottern lässt sich nicht mit einem Knopfdruck ausschalten. Man geht in der Regel von einer Behandlungsdauer von mindestens einem Jahr aus.

Viele Menschen sind im Gespräch mit Stotterern unsicher und verhalten sich dadurch falsch. Stotterer wünschen sich Normalität. Es ist für Stotterer kränkend, wenn der nichtstotternde Gesprächspartner sein eigenes Sprechverhalten ändert, z.B. besonders langsam oder deutlich spricht. Stotterer denken (mindestens) genauso schnell wie Nichtstotterer. Wenn ein Nichtstotterer den Satz des Stotternden bei auftretenden Stottersymptomen vollendet, ist das zwar gut gemeint, empfindet dies der Stotterer ebenfalls selten als hilfreich. Viel wertschätzender ist es, einfach geduldig zuzuhören und sich ein kleines bisschen mehr Zeit für das Gespräch zu nehmen. Eine Tugend die uns leider im Alltag immer mehr verloren geht und das nicht nur im Umgang mit Stotterern.

Myofunktionelle Störungen bei Kindern


Geschrieben von am 27. August 2011 | Abgelegt unter Artikel Ariane Willikonsky

Myofunktionelle Störungen (Mundmotorikschwäche) bei Kindern

Mundmotorische Störungen (MFS) zeigen sich bei Kindern z.B. dadurch, dass sie Laute und Lautverbindungen nicht korrekt aussprechen können, z.B. lispeln und/oder undeutlich sprechen. Kinder, die eine schlaffe Mundmotorik haben, erkennt man zudem häufig an einer offenen Mundhaltung, oder vermehrtem Speichelfluss. Im Kindergartenalter fallen diese Kinder manchmal auch durch häufige Erkältungen auf, da sie durch die offene Mundhaltung sich häufiger anstecken. In anderen Fällen drücken die Kinder mit der Zunge zu stark gegen die Zähne sodass diese nach vorne gedrückt werden. Hier sollte möglichst vor der kieferorthopädischen Behandlung eine myofunktionelle Therapie einsetzen, da sonst die Zunge gegen die Zahnspange arbeitet und so die Behandlungszeit massiv verlängert wird. Kinder mit sehr schwacher Mundmotorik (konstant offenem Mund) werden von Außenstehenden – sehr zu Unrecht – manchmal für weniger intelligent gehalten. Dies liegt daran, dass dieses Symptom z.T. auch als Begleiterscheinung bei geistigen Behinderungen auftritt. Tatsächlich aber haben Schwächen in der Motorik rein gar nichts mit der Intelligenz zu tun. Ein Grund mehr frühzeitig eine Behandlung zu beginnen. Myofunktionelle Störungen sind, bei guter Mitarbeit der Eltern,  sehr gut therapierbar.

Ursache myofunktioneller Störungen

Myofunktionelle Störungen können viele Ursachen haben. Häufig liegt das Problem in einer fehlenden körperlichen Grundspannung. Man merkt dies z.B. durch einen laschen Händedruck oder dadurch, dass bei mehreren Lauten (l, n, d, t, s, sch) zu Zungen zwischen die Zähne rutscht oder die Kinder auch bei ruhigen Tätigkeiten, z.B. beim Malen oder Fernsehen den Mund offen haben. Hier hilft eine gezielte Bewegungsförderung. Eine weitere Ursache kann Daumenlutschen oder ein sehr intensiver Schnullergebrauch sein. Hierbei kommt es zum Teil zum sogenannten offenen Biss, der Lispeln nach sich ziehen kann. Manchmal hat die Schwäche auch die Ursache darin, dass den Kindern feinmotorische (kleine, genaue) Bewegungen schwer fallen, dies zeigt sich dann oft auch bei andern Tätigkeiten, die präzise Bewegungen erfordern, zum Beispiel darin, dass die Kinder ungenau und ungern malen oder basteln.

Myofunktionelle Therapie

Myofunktionelle Therapie ( MFT ) wird vom Kieferorthopäden oder Zahnarzt im Einzelfall auch vom Kinderarzt oder Hausarzt verschrieben. Die Diagnose auf der Verordnung lautet MFS, myofunktionelle Störung, orofaziale Dysfunktion oder visceraler Schluckakt. In der Regel dauert die Behandlung ca. 20-30 Therapieeinheiten.

In der myofunktionellen Therapie wird ein intensives mundmotorisches Übungsprogramm erarbeitet. Es werden Übungen zur Kräftigung der Lippen- und der Zungenmuskulatur sowie Schluckübungen erarbeitet. Zudem bei Bedarf Übungen zur Lautanbahnung und Stabilisierung. Bei der myofunktionellen Therapie ist es ganz besonders wichtig, dass die Übungen auch zuhause weitergeführt werden, da nur durch regelmäßiges Üben langfristige Erfolge erzielt werden können.

Manchmal ist die Ursache für die mundmotorische Schwäche ein ganzkörperlicher Hypotonus (fehlende körperliche Grundspannung). Diese Kinder fallen durch eine eher blasse Hautfarbe und mangelnde Bewegungsfreude auf. In diesem Fall führen mundmotorische Übungen meist nicht zum gewünschten Erfolg. In diesen Fällen empfehlen wir unseren ganzheitlichen Therapieansatz. In die ganzheitliche myofunktionelle Therapie im Fon Institut werden sowohl unsere Ergotherapeutinnen als auch die Logopädin einbezogen. In der Ergotherapie wird intensiv am ganzkörperlichen Spannungsaufbau und an der präzisen Koordination von Bewegungsabläufen gearbeitet. Parallel dazu wird in der Logopädie ein mundmotorisches Übungsprogramm angeleitet. Zudem werden die Eltern intensiv angeleitet und beraten (siehe unten). Unserer Erfahrung nach können so sowohl die Therapiedauer als auch die Anzahl der Therapieeinheiten deutlich reduziert werden.

Folgende myofunktionelle (mundmotorische) Störungen, auch orofaziale Störungen genannt, behandeln wir bei uns im FON Institut Stuttgart:

  • fehlender Mundschluss, Lippenschluss (offene Mundhaltung)
  • falsche Zungenruhelage
  • viscerales Schluckmuster (Zunge drückt beim Schlucken gegen die Zähne, dadurch werden oft auch die Zähne nach vorne geschoben)
  • Koordinationsstörungen von Zunge oder Lippen
  • Sigmatismus (Lispeln)
  • Partielle oder multiple Interdentalität (Zunge liegt bei einigen Lauten oder auch ständig zwischen den Zähnen)
  • Hypersalivation (verstärktes Sabbern)
  • LKG, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte und andere orofaziale Fehlbildungen
  • offener Biss und andere Zahnfehlstellungen, die ihre Ursache in einer orofazialen Dysfunktion haben. 

Tipps für Eltern

Achten Sie darauf, dass das Kind gut kaut.

Dafür ist es wichtig, dass Sie nicht nur Toastbrot und weiche Speisen, sondern auch Körnerbrot und frisches Obst zum Essen geben. Je härter die Nahrung, desto intensiver und förderlicher der Kauakt. Hierdurch werden die Kiefer-, Lippen- und Zungenmuskulatur gekräftigt.

Fördern Sie körperliche Aktivitäten.

Gehen Sie mit ihrem Kind viel nach draußen. Spielen, klettern und rennen führt zu einem ganzkörperlichen Spannungsaufbau. Kinder die eine gute Grundspannung haben, haben in der Regel auch eine gute orofaziale (mundmotorische) Spannung. Auch ein Sportverein kann Wunder wirken.

Sprechen Sie viel mit dem Kind und achten Sie dabei auf eine deutliche Aussprache.

Deutliches Sprechen kräftigt Lippen und Zunge. Hilfreich kann auch die Teilnahme an einem Chor sein.

Fördern Sie die Präzision.

Myofunktionelle Störungen haben häufig ihre Ursache in Problemen mit der Bewegungskoordination. Die feine Steuerung der Zunge beim Sprechen fällt den Kindern häufig noch schwer. Meist zeigt sich die Schwäche auch beim Malen durch eine grobe Stiftführung oder beim Spielen durch Auffälligkeiten bei feinen Bewegungen (z.B. eine Spielfigur sauber aufs nächste Feld zu setzen). Zudem sind diese Kinder häufig bei der Durchführung von Tätigkeiten schnell und eher ungenau. Auch hier ist aus unserer Sicht ein ganzheitlicher Ansatz mit Logopädie und Ergotherapie sinnvoll (siehe oben).

Mehr Informationen unter: www.foninstitut.de

Brustton der Überzeugung

Geschrieben von am 25. August 2011 | Abgelegt unter Tipps

Die richtige Betonung – Sprechen aus dem Brustton der Überzeugung

Um Meinungen unmissverständlich klar zu stellen, sich erfolgreich gegen Vorwürfe zu wehren, eindeutige Anweisungen zu geben, oder sich beim Meeting Gehör zu verschaffen, braucht man eine gute Sprechtechnik. Meist setzt sich in Kommunikationssituationen nämlich nicht der mit den besseren Argumenten durch, sondern derjenige, der sein Anliegen deutlicher und bestimmter vorträgt. Also die Person, die durch eine deutliche Artikulation, eine volle Stimme und dynamische Betonung überzeugt.

Wenn wir als Redner auf die Bühne treten, erwarten die wenigsten Zuhörer von uns, dass wir nur Dinge sagen, von denen sie selbst auch überzeugt sind. Was sie aber mit Recht erwarten ist, dass der Redner selbst von dem überzeugt ist, was er sagt. In diesen Fällen ist Sprechtechnik von ganz besonderer Bedeutung. Es ist der “Brustton der Überzeugung”, durch den der Redner seiner Kompetenz und Souveränität Nachdruck verleiht.

Doch was macht den “Brustton der Überzeugung” aus?

Technisch gesehen ist es eine verstärkte Nutzung der Brustresonanzen, eine deutliche Artikulation (Aussprache) und eine sachliche Betonung, bei der die Kernaussage des Satzes jeweils über eine etwas erhöhte Lautstärke (Dynamik) und eine etwas tiefere Stimme betont wird.

Diese Sprechweise unterstreicht, dass wir absolut überzeugt von dem sind, was wir sagen und eignet sich auch für das Geben von Anweisungen oder die Darstellung von komplexeren Sachverhalten.

Das heißt aber keinesfalls, dass diese Art zu sprechen in jedem Fall die ideale ist, häufig geht es darum Emotionen zu zeigen, Begeisterung auszulösen, oder dem Zuhörer den Raum zu lassen in die Diskussion einzusteigen. In diesem Fall sollten wir auf eine emotionalere Sprechweise zurückgreifen können, diese wird eher durch Tonhöhenakzente und eine lebendige Sprechmelodie unterstrichen.

Die ideale Sitzposition für Kinder beim Schreiben

Geschrieben von am 23. August 2011 | Abgelegt unter Tipps

Die Schreibhaltung ist für Kinder sehr wichtig

Wenn Kinder schreiben lernen, ist auch die Sitzhaltung von großer Bedeutung. Eine falsche Sitzposition führt nicht nur zu Rückenschmerzen, sondern kann auch zu einer verkrampften Stifthaltung und damit zu Problemen beim Schreiben führen.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Die Sitzhöhe des Stuhles sollte so eingestellt sein, dass Oberschenkel und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden und (ideal sind Stühle mit höhenverstellbare Fuß- und Sitzflächen, alternativ helfen Fußhöckerchen).
  • Beim Arbeiten am Esstisch oder Küchentisch, sollte der Kinderstuhl dem jeweiligen Tisch angepasst werden können, damit das Kind locker aufrecht sitzen und die Füße abstellen kann.  Aushelfen können hier auch feste Sitzkissen.
  • Im Kinderzimmer sind Kinderschreibtische mit höhenverstellbaren Tischplatten ideal. Eine Kippvorrichtung ist nicht unbedingt sinnvoll, da viele Kinder dann Probleme mit der Umstellung auf die Schulschreibtische haben.
  • Der Unterarm sollte locker auf dem Tisch aufliegen und einen rechten Winkel zum Oberarm bilden

 

Übungen zur Verbesserung der Körperspannung bei Vorträgen und Präsentationen

Geschrieben von am 15. August 2011 | Abgelegt unter Tipps

Körperspannung/ Präsenz

Was kann man tun um seine Präsenz zu verbessern?

Ein ideales Spannungsverhältnis wird Eutonie genannt. Diesen Idealzustand erreichen wir nur, wenn wir ganz im Tun versinken. Wir können dies bei leidenschaftlichen Tänzern, Musiker oder Sportlern beobachten. Um einen ähnlich idealen Spannungszustand zu erarbeiten, den man zum Beispiel als Vortragender oder auch im Beratungsgespräch anstrebt, muss man sowohl Verspannungen abbauen, z.B. über Progressive Muskelentspannung oder Yoga etc.  als auch ganz gezielt über Präsenzübungen Spannung aufbauen.

Erforderlich für die Präsenz ist die so genannte Intentionale Spannung als eine Körperspannung die aufgrund eines Zieles entsteht. Ein Training im Fitnessstudio ist hierfür wenig hilfreich. Sportlichkeit hat nichts mit Präsenz zu tun. Denken Sie an Opernsänger die mit Ihrer Präsenz riesige Säle füllen, häufig jedoch keinesfalls über einen schlanken, durchtrainierten Körper verfügen. Jedoch kann man die Präsenz auch über Sport verbessern, wenn man Sportarten wählt, die einen hohen Außenbezug erfordern, z.B. Kampfsportarten oder Ballsportarten.

Zudem helfen die folgenden Präsenzübungen von Ariane Willikonsky:

Rehe in der Lichtung

Durchführung:

Stellen Sie sich mit geschlossenen Augen in den Raum. Stellen Sie sich vor, sie wären ein Reh, das entspannt in einer Waldlichtung grast. Plötzlich hören Sie einen Schuss (Übungsleiter klatscht in die Hände). Beobachten Sie welche körperliche Veränderung durch die Wahrnehmung des Schusses entsteht.

Beachten Sie:

Eine erhöhte Präsenz führt in der Regel zu einer körperlichen Aufrichtung (man wächst)

Ziel:

Erhöhung der Präsenz, Wahrnehmung des Unterschieds zwischen nach innen und nach außen gerichteter Spannung

Ich bin da – ich bin weg

Durchführung:

Stellen Sie sich mit geschlossenen Augen entspannt hin und gehen Sie Ihren Gedanken nach. Spontan (Übungsleiter klatscht in die Hände) wechseln Sie in eine nach außen gerichtete Spannung und betrachten Sie aktiv die Außenwelt. Ebenso plötzlich wechseln Sie wieder in Ihr Inneres zurück. Beobachten Sie welche körperliche Veränderung durch den jeweiligen Wechsel entsteht.

Beachten Sie:

Sie können die Übung auch allein machen, in dem Sie sich den Impuls selbst, z.B. durch Schnipsen oder Klatschen geben.

Ziel:

Wahrnehmung des Unterschieds zwischen nach innen und nach außen gerichteter Spannung

Der Löwendompteur

Durchführung:

Stellen Sie sich mit sehr hoher Präsenz in den Raum. Sie sind ein Löwendompteur in der Manege. Die Übung wird nun durch Stimmübungen, z.B. Kommandos an die Löwen „hopp Leo, hopp“ erweitert.

Beachten Sie:

Nur wenn Ihre Präsenz größer ist als die des stärksten Löwen, akzeptiert dieser Sie als Rudelführer und Sie sind sich Ihres Lebens sicher.

Ziel:

Erarbeitung einer Führungsspannung, Z.B. für Vorträge, aber auch für Diskussionsbeiträge und für Beiträge in Gesprächsrunden.

Der Zirkusdirektor

Durchführung:

Stellen Sie sich mit sehr hoher Präsenz in den Raum. Sie sind ein Zirkusdirektor in der Manege. Begrüßen Sie nun Ihr Publikum „Guten Abend meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, dass Sie heute Abend bei uns sind“.

Beachten Sie:

Das Zirkuszelt ist nicht nur nach vorne ausgerichtet. Sie brauchen die Präsenz ganz um sich herum (hinter Ihnen lauern die Löwen)

Ziel:

Erarbeitung einer Führungsspannung, Z.B. für Vorträge, aber auch für Diskussionsbeiträge und für Beiträge in Gesprächsrunden.

Der Zauberer

Durchführung:

Stellen Sie sich mit sehr hoher Präsenz in den Raum. Sie sind ein Zauberer der alle Gegenstände im Raum einzeln davon zaubern möchte. Nehmen Sie zunächst intensiven Bezug durch Blickkontakt zum Objekt auf. In Ihrer rechte Hand ist Ihr Zauberstab. Mit „ft“ zaubern das Objekt fort. Betrachten Sie mit Spannung das Ergebnis. Heben Sie nun beide Arme und zaubern Sie auf einen Schwung mit „hepp“ alle Gegenstände wieder in den Raum hinein.

Beachten Sie:

Halten Sie die Spannung vor und nach dem Sprechen.

Ziel:

Erarbeitung einer Führungsspannung, Erhöhung des Publikumsbezugs, erstens zu einzelnen Personen, zweitens zum ganzen Publikum.

Der Dirigent

Durchführung:

Stellen Sie sich mit sehr hoher Präsenz in den Raum. Sie sind ein Dirigent, der ein großes Orchester dirigiert. Zur einer dramatischen Musik (z.B. Brindisi Arie von Verdi) dirigieren Sie nun die einzelnen Stimmen und Instrumente, bzw. das gesamte Orchester.

Beachten Sie:

Achten Sie auf einen festen Stand aber auf weitschweifende Bewegungen.

Ziel:

Erarbeitung von hoher Präsenz, großer Gestik mit intensivem Publikumsbezug.

Entwicklungsdiagnostik an der Grundschule

Geschrieben von am 18. Juni 2011 | Abgelegt unter Artikel Ariane Willikonsky

Erstaunliche Ergebnisse brachte eine Entwicklungsdiagnostik an einer Stuttgarter Grundschule zu Tage. Gescreent wurden 149 Kinder aus der 1. und 2. Klasse sowie 2 Grundschulförderklassen von einem Team aus Logopäden und Ergotherapeuten des FON Institut – Stuttgart. Die Therapeutinnen beobachteten die Kinder zunächst in der Klasse, dann erfolgte ein Einzel-Screening sowie ein Gespräch mit den Lehrerinnen. Als auffälligster Bereich ergab sich die Fein- und Grafomotorik. 74% der Kinder zeigten hier Auffälligkeiten. Nicht immer zeigen sich die Schwächen in einem unsauberen Schriftbild oder nicht-altersgerechter Malentwicklung. Häufig können die Kinder eine schlechte Stifthaltung kompensieren, aber diese sowie ein hoher Druck beim Schreiben stellen dennoch eine große Beeinträchtigung für die Kinder dar, insbesondere beim längeren Schreiben, z.B. von Aufsätzen. Da die Kinder die falsche Stifthaltung häufig schon verinnerlicht haben, kann diese in der Grundschule nur schwer korrigiert werden. Wünschenswert wäre hierauf bereits im Kindergarten verstärkt zu achten. Ebenso große Schwierigkeiten bestehen in der Sprache.  71 % der Kinder zeigten hier noch deutliche Schwächen. Ganz besonders große Schwierigkeiten bereiten den Kindern, die an der getesteten Schule zu über 80% Deutsch als Zweitsprache erlernen, die deutsche Grammatik. Sprachliche Schwächen haben ihre Ursache häufig in Wahrnehmungsdefiziten, die bei der Hälfte der Kinder nachgewiesen werden konnten.  Motorische Defizite, die sich zum Beispiel in Koordinationsschwierigkeiten, mangelnder Körperspannung oder Gleichgewichtsproblemen zeigen, hatten 40% der untersuchten Kinder. Diese konnten nicht nur im Sportunterricht oder auf dem Schulhof beobachtet werden. Motorisch unsichere Kinder können nur schwer gerade und ruhig auf dem Stuhl sitzen, zudem hat die Körperspannung auch Auswirkung auf die Aufmerksamkeit. Besonders positiv hingegen, fiel die hohe Motivation der Kinder auf. Mehr als 80% der Kinder haben Spaß am Unterricht und arbeiten interessiert mit. Es ist also keinesfalls so, dass die Teilleistungsschwächen auf mangelndes Interesse zurückzuführen ist. Unsere Kinder sind wissbegierig und offen, häufig fehlt es leider am nötigen Input. Weder Feinmotorik, noch Sprache oder Bewegungsfreude werden durch die Playstation oder den Fernseher gefördert. Die nachgewiesenen Defizite können in der Grundschule nur noch zum Teil ausgeglichen werden. Viele Entwicklungsschritte wurden im Kleinkind und Kindergartenalter versäumt. Bleibt zu hoffen, dass die Studie dazu beiträgt, die Aufmerksamkeit hierauf zu schärfen. In einem Elternabend am 13.Juli soll in einem ersten Block vermittelt werden, wie man Wortschatz und Wahrnehmung fördern kann, weitere Elternabende zu den anderen Teilbereichen sind geplant. Parallel dazu wird es ein Förderprogramm in der Schule geben. Des Weiteren wird es in Zusammenarbeit mit der Caritas Besuche in einem Outdoorgelände geben, hier haben die Kinder die Möglichkeit ihre sozialen, kommunikativen und motorischen Kompetenzen auf abenteuerliche Weise und mit viel Spaß im Freien zu verbessern. Der Schwerpunkt der Kooperation zwischen der Schule und dem FON Institut wird jedoch auf der Fortbildung der Lehrer und der Erzieher der umliegenden Kindergärten liegen.

auswertung

Das FON Institut Stuttgart präsentierte kleine Künstler auf dem Marktplatz Bad Cannstatt

Geschrieben von am 3. Juni 2011 | Abgelegt unter Veranstaltungen

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Am 10.Juni 2011 von 15 bis 18 Uhr verwandelte sich der Marktplatz in Bad Cannstatt von einer Parkfläche zu einer Aktionsfläche. Unter dem Motto „Cannstatter Felderwelten“  wurde die einzelnen Parkflächen “besetzt” und hierauf Aktionen angeboten. Das FON Institut hatte auf seinem Parkplatz einen Maltisch und einen großen Eimer Straßenkreis. Zudem wurde die Parkfläche mit „Das bin ich –Bildern“ von Cannstatter Kindern bepflastert. Bereits seit Institutsgründung 2003 ist es Tradition, dass jedes Kind, das die Praxis für Logopädie und Ergotherapie im Fon Institut besucht, sich selbst malt. So sind bisher weit über 10 000 Selbstbildnisse von kleinen Künstlern ab 3 Jahren entstanden. Eine kleine Auswahl davon konnte man an diesem Tag bewundern. Die schönsten Bilder des Tages wurden mit tollen Preisen prämiert. es war ein rundum gelungener Nachmittag!

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