Landespreis fürs Fon Institut

Aus dem Newsletter 1/09 der L-Bank zur Verleihung des Landespreises 2009 an das Institut:

Die Gründerin des Instituts,
Ariane Willikonsky,
verbindet Therapie, Coaching, Seminare, Fachtagungen und künstlerische Projekte zu einem einzigartigen Angebot rund um die Themen Sprechen und Stimme.

Sprechpädagogik, Sprechtherapie und Sprechkunst unter einem Dach

Das 2003 gegründete Unternehmen hat ein außergewöhnliches Konzept und verbindet Therapie, Coaching, Seminare, Fachtagungen und künstlerische Projekte zu einem einzigartigen Angebot rund um die Themen Sprechen und Stimme. Es vereint damit die üblicherweise getrennten Bereiche der Sprechpädagogik, der Sprechtherapie und der Sprechkunst. Das Unternehmen ist also Praxis für Logopädie und Ergotherapie sowie Weiterbildungsinstitut für Rhetorik und Stimmkunst unter einem Dach. Neben zahlreichen Angeboten für Erwachsene werden auch viele Kinder unter dem Motto „Fit für die Schule“ behandelt. In der Sprachwerkstatt erhalten Kinder mit Migrationshintergrund die notwendigen Sprech- und Sprachkenntnisse, um erfolgreich den Unterricht besuchen zu können.

Für Sprach- und Sprechkunst engagiert sich die Mutter von drei Kindern auch über ihr Unternehmen hinaus: Sie veröffentlicht unter anderem Bücher und organisiert in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart Theaterstücke für Kinder.

Bekannt wurde Ariane Willikonsky mit dem Slogan „Wir können alles – sogar Hochdeutsch“. Dabei hat die Inhaberin des im Jahr 2003 gegründeten „Instituts für Sprache & Stimme“ gar nichts gegen Dialekte. Aber eine regionale Färbung der Sprache dürfe die Kommunikation nicht behindern: „Alles muss möglich sein“, fordert sie und nennt als Beispiel Harald Schmidt, der problemlos von Hochdeutsch auf lupenreines Schwäbisch und wieder zurück umschalten könne. Wer diesen Wechsel nicht so übergangslos schafft, kann diese „Zweisprachigkeit“ von ihr und ihren Mitarbeitern lernen. Nach dem Besuch eines ihrer Seminare wird dann schnell aus dem schwäbischen „fünf vor drei viertel zwölfe“ ein bundesweit verständliches „11.40 Uhr“. Doch verbiegen solle sich niemand, betont sie: „Die Kunst ist doch ganz einfach, sich auf verschiedene Situationen einstellen zu können.“

Als Chefin und gleichzeitig einzige Mitarbeiterin startete Ariane Willikonsky 2003 in den ersten eigenen Räumlichkeiten in Stuttgart-Degerloch. „Die 80 m2 waren mein ganzer Stolz“, blickt sie auf ihre Gründerphase zurück. Die Unternehmerin musste dem Erfolg jedoch schnell Raum geben und sich erweitern: Eine Filiale in der Erbsenbrunnengasse überbrückte die Engpässe, bis das im Jahr 2005 gekaufte ehemalige alte Dekanat im Herzen von Stuttgart-Bad Cannstatt umgebaut und 2008 bezogen werden konnte. Mittlerweile entwickelt das Institut sein Konzept schon wieder einen Schritt weiter: Im Januar 2009 eröffnete Ariane Willikonsky ein Seminarzentrum im Allgäu. „Wir in Baden-Württemberg können eben alles“, schmunzelt die dynamische Unternehmerin, „und das ohne jede Einschränkung.“

Verleihung des Landespreises 2009